Frieler Wuppertal 1 1

 

 



Musikhochschule
Franz LIszt, Weimar

 

 

 

 

 


 Der GedankenSprünge-Fragebogen

beantwortet von Klaus Frieler

Meine Heimat ist...
Hamburg.

Ein Buch, das ich gar nicht erst geöffnet habe....
ich habe ein paar Bücher noch nicht geöffnet, die ich zum Geburtstag bekommen habe.
Weil ich fast nur noch online lese.

Man könnte mich nachts wecken für...
Jazz! Guten Jazz (lacht).

Im Moment habe ich eine kleine Coltrane-Phase, weil ich das Coltrane-Buch von Lewis Porter lese.
Man könnte mich auch wecken für das klassische Coltrane Quartett.

Diese Erkenntnis aus meinen Bereich gilt auch heute noch:
„Das haben wir in den 70ern schon gemacht!“
Viele Erkenntnisse heute in der Wissenschaft, der Psychologie - da ist es erstaunlich, dass es immer schon jemand gab, der das in den 70ern gemacht hat, und dann meistens noch jemand, der es auch in den 30ern schon gemacht hat.
Natürlich nicht in derselben Form, aber viele Sachen kommen doch immer wieder.

Es fällt mir schwer zuzugeben, aber mir gefällt wirklich
...
Jazztronica, also die Kombination von Elektronik mit Jazzelementen, Buge Wesseltoft, Nils Petter Molvaer usw.

Das werde ich nie auf einem e-book-reader lesen:
wahrscheinlich all das, was ich auch auf Papier nicht lesen werde. Wahrscheinlich keinen Hegel.

Ein Bereich, den ich mir noch erarbeiten muss, ist...
nach wie vor: Studiotechnik, Audiotechnik.

Von dieser Idee komme ich nicht mehr los
...
oh, das ist zu düster, das mir dazu jetzt einfällt…(lacht)
Ich komme von der Idee nicht mehr los, dass viele Dinge, die wir jetzt neu machen, mit Computer machen, doch in gewisser Hinsicht manchmal nur einen geringen Mehrwert besitzen zu den klassischen Methoden, zum klassischen Expertentum.
Es ist nicht sicher, dass das wirklich so ist, aber manchmal beschleicht mich diese Idee in klammen Nächten.

Ein Klang, den ich nie vergessen werde...
den Hubschrauberlärm des letzten Wochenendes, G20 in Hamburg, wo quasi drei Tage je 24 Stunden Hubschrauberlärm nicht weit entfernt von meiner Wohnung in Altona zu hören war. Und die Martinshörner dazu.*

Ein völliger Fehlkauf war...
oh, da muss ich passen.

Wenn ich könnte, würde ich gerne...
singen können.

Reif für die Insel, das nehme ich mit:
sicherlich Musik: Coltrane, ein bisschen Ornette Coleman, vielleicht Dave Holland aus den 80ern. Vielleicht sogar was von Keith Jarrett, aus den 70ern, „Belonging“.

Und sicherlich etwas zu lesen, was nachhaltig genug ist, dass man es immer wieder lesen kann. Und da gibt´s nicht soviele Sachen - so wenige, dass mir nichts einfällt.

*Fragebogen aufgenommen am 12.07.17 in Ffm

©Michael Rüsenberg, 2017. Alle Rechte vorbehalten